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Hochschule für Musik Nürnberg
Erweiterung, Umbau und Sanierung des ehemaligen Sebastianspitals

Veilhofstraße 34, Nürnberg

 

 

Die jüngste Musikhochschule Deutschlands, die Hochschule für Musik Nürnberg, bezog im Frühjahr 2018 das neu gestaltete ehemalige Sebastianspital. Im Innenhof der denkmalgeschützten Anlage wurde ein Orchestersaal errichtet, der für alle offen steht.

 

Die vierflügelige Anlage geht zurück auf den Entwurf des Architekten und Nürnberger Stadtbaumeisters Heinrich Wallraff, nach dessen Plänen das Spital zwischen 1910 und 1914 errichtet wurde. Unmittelbar nach seiner Fertigstellung diente es den versehrten Heimkehrern des Ersten Weltkrieges als Lazarett, erst 1919 nahm es seinen Dienst als Pflegeheim auf. Das Haus lag damals noch in unmittelbarer Nähe zur Flußaue der Pegnitz, heute ist es fester Bestandteil der verdichteten Vorstadt Wöhrd.

Im Osten der Anlage wurde ein zweigeschossiges Foyer integriert, das die Stadtebene der Veilhofstraße mit dem tiefer gelegenem Gelände des Nürnbergstifts verbindet. Im städtebaulichen Schwerpunkt der Gesamtanlage entstand so eine attraktive Eingangssituation, die der Hochschule einen angemessenen Auftritt als Musikhochschule verleiht. Die historische Eingangssituation an der Veilhofstraße blieb dadurch von größeren baulichen Eingriffen bewahrt.

 

Der neue Orchestersaal im Innenhof treppt sich nach unten ab, was den Studenten ein konzentriertes Arbeiten auf der Bühne ermöglicht. Oberlichtgaden, die im Jahres- und Tagesverlauf für abwechslungsreiche Lichtstimmungen sorgen, begleiten den Blick des Besuchers zur Bühne und lassen ihn beim Betreten die Struktur des alten Denkmals erleben. Die Decke des Saals, die als begehbare Terrasse für Open-Air-Veranstaltungen ausgebaut wurde, ist über eine Galerie mit dem Foyer verbunden.

 

 

Gebäudedaten

2009  Planungsbeginn

2011  Vorabmaßnahme

2014  Baubeginn (BA 1)

2016  Baubeginn (BA 2)
2017  Fertigstellung

2018  Eröffnung

2020  Architekturpreis der Stadt Nürnberg - Lobende Erwähnung

 

Das Projekt wurde im Auftrag der Stadt Nürnberg mit Kostenbeteiligung des Freistaats Bayern und der Zukunftsstiftung der Sparkasse Nürnberg realisiert. Der Kostenrahmen betrug ca. 40.000.000 EUR.

 

6.500qm  Nutzfläche

(davon 530qm Neubau Orchestersaal)

17.800qm  Bruttogeschossfläche

77.000cbm Bruttorauminhalt

Der Umbau erfolgte in zwei Bauabschnitten, teilweise unter laufendem Betrieb der ehemaligen Spitalküche.

 


Funktionen

105 Seminar-, Ensemble-, Unterrichts- und Überäume
für insgesamt 400 Studenten
Orchestersaal für Orchesterprobe, Chor, Big Band und Musiktheater

Terrasse für Open-Air-Veranstaltungen

Kammermusiksaal in ehemaliger Spitalkapelle

Cafeteria mit Jazzbühne

Saal EMP (Elementare Musikpädagogik)

Hörsaal

Tonstudio

Hochschulbibliothek

gesamte Hochschulverwaltung mit Präsidium

 

 

Besichtigung

Möglichkeiten zur Besichtigung bieten die Veranstaltungen der Hochschule.

 

Presse

 

Baustellenchronik

 

Veröffentlichung

 

Baukulturführer 117, Hochschule für Musik, Büro Wilhelm Verlag, Amberg 2018

 

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Baukulturführer 117

 

Bauherr
Stadt Nürnberg - Hochbauamt
 

Nutzer

Hochschule für Musik Nürnberg

www.hfm-nuernberg.de  

 

Architektengemeinschaft
Hochschule für Musik Nürnberg
Rechenauer Bloß

Robert Rechenauer
Architekt BDA
Entwurf und Planung

Architektur + Baumanagement Christopher Bloß GmbH
Objektüberwachung
 
Mitarbeit
Silke Feurle
(Projektleitung)
Caroline Geiger
Dieter Skowronek
Darius Brojatz
Iuliia Aulkina
Natalie Deimel
Svetlana Regnet 
Michael Striebel 
Agnes Hofer-Guoth
Klaus Wittmann
 

Fotografie

Andrew Phelps 

 

 

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