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Thekenbaukasten

Universität Mozarteum Salzburg

 

 

Das Mozarteum bekommt ein maßgeschneidertes Thekensystem. Wie bei einem Baukasten setzt sich das System aus verschiedenen, untereinander abgestimmten Modulen zusammen, die immer wieder zu neuen Einheiten zusammengeführt werden können. Im alltäglichen Betrieb dienen die Elemente als Infopoint. Bei den universitären Veranstaltungen werden sie zum Verkauf von Eintrittskarten oder als Bar eingesetzt. Während der Salzburger Sommerakademie, bei Kongressen oder Wahlen finden sie als Schreibtische eine eigene Verwendung.

 

Der in die Halle eintretende Besucher sollte nicht mit sich alleine gelassen, sondern von den MitarbeiterInnen und StudentInnen des Mozarteums empfangen werden. Hierzu war eine Theke dringend von Nöten. Darüber hinaus hatten die vielfältigen Nutzungen des Raumes als Foyer, Pausen-, Veranstaltungs- und Ausstellungsort, einen Wildwuchs an Einrichtungen nach sich gezogen, den es im Einklang mit der bestehenden Architektur zu organisieren galt. 

 

Um dem Mozarteum an dieser zentralen Stelle einen gestalterischen Auftritt als Kunstuniversität zu bieten, wurde keine Theke von der Stange bestellt, sondern eine schreinermäßige Lösung verfolgt. Analog zur szenischen Arbeit auf der Bühne sollte die Möglichkeit gegeben sein, mit diesem kompatiblen System immer wieder aufs neue ein stimmiges Gesamtbild herauszuarbeiten.

 

Der Theken-Baukasten besteht aus drei in sich abgestimmten Modul-Typen: Einem Arbeitsmodul-Modul, das als Schreibtisch, Informations- und Ausschanktheke verwendet wird. Einem Schrank-Modul, in dem Arbeitsmaterial und Rechner mit der zugehörigen Peripherie untergebracht sind. Einem Eck-Modul, das als quadratisches Sonderelement die vielseitige Kombination der Elemente gewährleistet.

 

 

RR  03 ∕ 2013

 

Bauherr
Universität Mozarteum Salzburg

www.moz.ac.at

 

Entwurf

Robert Rechenauer
Architekt BDA

 

Silke Feurle

Ausführung

Schreinerei Wallinger